Auf der Jahrestagung des Gebäudeforums Klimaneutral im September in Berlin kam auch die Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz der Energie- und Gebäudewende zur Sprache. Um die stehe es derzeit nicht zum Besten, erklärte Beatrice Kuhn von der Dutschen Energie-Agentur, und stellte dazu eine Studie vor, die die soziale Schieflage im Wohnungssektor verdeutlichte: Die unteren Einkommensgruppen werden durch die Energiepreissteigerungen am stärksten belastet, und die Ausweitung des Emissionshandels auf den Gebäudebereich ab 2027 werden die fossilen Energien noch sehr viel teurer machen. Diese Tendenzen geben den Expert:innen schon länger zu denken. Denn zugleich herrscht bekanntlich ein Gefühl der Ohnmacht in der Gruppe der sozial Schwachen vor, die keine Möglichkeiten sehen, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Dem entgegenzuwirken sei sein erklärter Auftrag und der seiner Kolleg:innen, erläuterte etwas später Thomas Zwingmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Er wies überdies darauf hin, dass zu den Betroffenen nicht nur Mieter:innen, sondern auch Hauseigentümer:innen mit einem geringen Einkommen zählen. Es wurde klar: Ihnen allen Handlungsspielräume in der Energie- und Gebäudewende zu eröffnen, darauf kommt es jetzt besonders an.
Oberste Geschossdecke zuerst
In Deutschland stehen rund 19,5 Millionen Wohngebäude, zirka 16 Millionen davon sind Ein- und Zweifamilienhäuser. Die sind energetisch aufgrund ihres ungünstigen A/V-Verhältnisses gehandicapt: Sie besitzenen relativ viel wärmeabstrahlende Außenfläche im Verhältnis zum Wohnraum. Ihre Wärmeverluste pro Quadratmeter Nutzfläche sind wesentlich größer als bei einem Mehrfamilienhaus, geschweige denn bei einem Hochhaus. ...
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