PV-ready bauen Für Neubauten gelten inzwischen in zahlreichen Bundesländern Solarpflichten, bei Bestandssanierungen oft ebenfalls. Rheinland-Pfalz hat mit seinem neuen Solargesetz einen Sonderweg eingeschlagen: Hier müssen neue Wohngebäude PV-ready gebaut werden. Auch überall dort, wo noch keine Pflichten greifen, ist dieser Ansatz sinnvoll. Eva Kafke
Möglichst rasch – schon ab Ende 2024 – und auf möglichst vielen Gebäudetypen sowie Parkplätzen soll die Solarpflicht gestaffelt innerhalb der EU eingeführt werden. Diese und weitere Empfehlungen hat ein Forschungsteam des Öko-Instituts im Auftrag des Climate Action Network (CAN) Europe in einem Policy Brief veröffentlicht.
Die Solarpflicht in Baden-Württemberg greift ab dem kommenden Jahr bei allen grundlegenden Dachsanierungen. Die neuen Regierungskoalitionen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben ebenfalls eine Baupflicht für Solaranlagen vereinbart.
In Baden-Württemberg müssen seit dem 1. Mai 2022 neue Wohngebäude mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet sein. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin.
Die Pflicht zur Nutzung von Solarenergie im Gebäudebereich ist ein wichtiger Pfeiler der Energiewende. Das Öko-Zentrum NRW hat einen Überblick zum Stand auf Länderebene erstellt.
Die novellierte Niedersächsische Bauordnung enthält eine Solarpflicht. Das teilt die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen mit.
Als erste Kommune in Rheinland-Pfalz hat die Stadt Landau eine Solarpflicht für alle Neubauten beschlossen. Sie ist Teil einer Solaroffensive, mit der die Stadtratsmehrheit eine deutliche Steigerung beim Zubau von Photovoltaikanlagen erreichen will.
Das Umweltministerium in Baden-Württemberg prüft derzeit die Möglichkeiten, eine landesweite Solarpflicht für Neubauten einzuführen.