Haushalte in den neuen Bundesländern zahlen im Durchschnitt mehr für ihren Strom als in den alten Bundesländern.
Haushalte in den neuen Bundesländern zahlen im Durchschnitt mehr für ihren Strom als in den alten Bundesländern. Wie das unabhängige Verbraucherportal TopTarif ermittelt hat, liegen die Stromtarife im Osten für den durchschnittlichen Verbrauch einer Familie (4000 kWh) im Schnitt um 4,2% über den Preisen im Westen. Betroffen sind vor allem die Bundesländer Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt, wo die teuersten Tarife bei gleichem Verbrauch bis zu 1000 Euro Kosten im Jahr verursachen. Besonders gravierend schlägt in den neuen Bundesländern zusätzlich das Gehaltsgefälle zu Buche. Laut der letzten Erhebung des Statistischen Bundesamtes Deutschland lag das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen im Westen um 29% höher als im Osten.Höhere Strompreise bei gleichzeitig geringerem Einkommen führen zu der Tatsache, dass im Osten der Anteil der Stromkosten am Jahreshaushaltseinkommen um 50% höher ist als der Anteil im Westen, bei gleichem Verbrauch. Das heißt, ein Ost-Haushalt muss im Schnitt 1,8% seines gesamten Jahres-Einkommens für die Stromkosten verwenden, während der Anteil bei einem West-Haushalt 1,2% ausmacht