Die Vermeidung einer Tonne CO2 kostet den Staat nicht mehr als 43 Euro.
Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut in einer Studie über die Effekte des Austauschs von Kühl- oder Gefriergeräte durch solche der höchsten Energie-Effizienzklasse A++. Die Berechnungen der Freiburger Wissenschaftler ergeben, dass der Nutzen eines öffentlichen Zuschusses von 150 Euro pro effizientem Gerät fünfmal so hoch ist wie die aufzuwendenden Kosten. Bei einem auf zwei Jahre angelegten Programm belaufen sich nach Angaben des Öko-Instituts die Kosten auf 127,7 Mio. Euro, der gesellschaftliche Gesamtnutzen hingegen auf 628 Mio. Euro. Diese konkreten Zahlen liefert erstmals die vom ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Auftrag gegebene Studie. Etwa 29 Mio. Kältegeräte in deutschen Haushalten sind zehn Jahre alt oder älter. Nach dem heutigen Stand der Technik sind diese nicht mehr energieeffizient. Weil sie aber noch funktionstüchtig sind, zögern die Verbraucher, diese Geräte auszutauschen. Ein Zuschuss von 150 Euro pro A++ Gerät würde die Entscheidung für die besten am Markt verfügbaren Geräte erheblich erleichtern und den Stromverbrauch durch Abschaffung der technisch überholten Strom-Fresser deutlich senken. Allein in den Bereichen Kühl- und Gefriergeräte, elektrische Antriebe sowie im Beleuchtungssektor könne ein Einsparpotential von weit mehr als 40 Mrd. kWh elektrischer Energie pro Jahr erreicht werden.