Springe zum Hauptinhalt Springe zum Hauptmenü Springe zur SiteSearch

Die Energielücke ist eine Angstkampagne

Die Branche der Erneuerbaren Energien hat anlässlich der Diskussion um eine angebliche Energielücke ihre Investitionspläne bekräftigt.

Die Branche der Erneuerbaren Energien hat anlässlich der Diskussion um eine angebliche Energielücke ihre Investitionspläne bekräftigt. „Erneuerbare Energien werden die Versorgungssicherheit gewährleisten. Die angebliche Energielücke ist vor allem eine Angstkampagne der konventionellen Energiewirtschaft“, sagte Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Ziel sei es, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern und weiterhin kostenlose CO2-Zertifikate zugeteilt zu bekommen. Im Rahmen des Energiegipfels der Bundeskanzlerin hatten die Unternehmen zugesagt, dass bis 2020 in Deutschland mehr als 200 Milliarden Euro in Erneuerbare Energien investiert werden. Davon fließt mehr als die Hälfte in den Stromsektor. Das ist ein Vielfaches der Investitionen, die von der konventionellen Energiewirtschaft für diesen Bereich angekündigt worden sind.
Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) muss den Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten Rechnung tragen und weiteres Wachstum von Wind- und Wasserkraft, Bio- und Solarenergie sowie Erdwärme ermöglichen. Mit einem wirksamen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz kann der Prozess beschleunigt werden, Öl- und Gas mit Erneuerbaren Energien aus dem Heizungskeller zu verdrängen. Für die Stromerzeugung steht dann mehr Gas zur Verfügung, ohne die Importabhängigkeit zu erhöhen.
Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ist zuletzt pro Jahr um mehr als 10 Milliarden Kilowattstunden gewachsen. Allein dieser jährliche Zuwachs entspricht der Jahresproduktion von ein bis zwei konventionellen Großkraftwerken. Nach dem Ausbauszenario des BEE werden im Jahre 2020 mehr als 35 Prozent des deutschen Stromverbrauchs mit Erneuerbaren Energien abgedeckt. Im Wärmesektor können die Erneuerbaren Energien bis 2020 mindestens 20 Prozent des Bedarfs abdecken. Erneuerbare Energien können Strom verlässlich und nachfragegerecht produzieren. „Mit dem regenerativen Kombikraftwerk beweisen wir, dass die Vollversorgung technisch machbar ist“, so Dietmar Schütz. Ein Anreiz für die Integration von fluktuierenden und regelbaren Erneuerbaren Energien im EEG kann dabei helfen, solche Ansätze weiter zu verbreiten.
Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für einen dauerhaft verlässlichen Beitrag Erneuerbarer Energien zur Energieversorgung sind in einem Hintergrundpapier zusammengestellt. Dieses erhalten Interessierte unter der angegebenen Telefonnummer.
Björn Klusmann
Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Geschäftsführer
Tel. 030-27 87 94 30